Description
Die wachsende Zahl von Unglucksfallen durch Auspuffgase von Kraft- wagen hat zur Beunruhigung der OEffentlichkeit gefuhrt, und in der letz- ten Zeit sind daher im In- und Auslande wiederholt Artikel in der Presse erschienen, die sich mit der Frage der Giftigkeit der Auspuffgase und der mit ihnen verunreinigten Strassenluft beschaftigen. Entsprechend der Bedeutung dieser Frage fur die Allgemeinheit und besonders fur den Kreis der Bevoelkerung, der beruflich mit Benzinen und Auspuffgasen in Beruhrung kommt, haben sich zahlreiche Forscher bereits mit diesem Problem befasst. Den Hauptanteil an den in Betracht kommenden Arbeiten hat natur- gemass Amerika geliefert, das infolge der schnellen Entwicklung seines Kraftfahrwesens lange vor Deutschland auf diese Frage hingewiesen wurde. Die meisten aller bisherigen Arbeiten uber Auspuffgase sind Spezial- untersuchungen, von denen die einen mehr chemischen, die anderen mehr hygienischen Charakter tragen. Es schien uns daher notwendig, die Zusammenhange zwischen den toxikologischen und hygienischen Fragen im Kraftfahrwesen auf um- fassender Grundlage zu studieren, sowohl vom Standpunkt des Medizi- ners und Chemikers als auch, soweit motortechnische Fragen grund- legend herangezogen werden mussten, des Ingenieurs. Die grosse Bedeutung der Hygiene des Kraftfahrwesens fur die All- gemeinheit und der Umstand, dass die I. G. Farbenindustrie Aktien- gesellschaft sich in den letzten Jahren mit dem Ausbau exakter, aber an anderer Stelle aus Mangel an den erforderlichen technischen Hilfsmitteln nicht durchfuhrbarer Untersuchungsmethoden fur die Verbrennungspro- dukte von Brennstoffen beschaftigt hatte, fuhrten dazu, dass das Reichs- gesundheitsamt und die 1. G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft sich entschlossen, gemeinsam die Bearbeitung der Abgasfrage auf breiter Basis aufzunehmen.




