Description
Bild, was wir geben knnten, etwas weiter auszugestalten und etwas ber sichtlicher zu machen. Man knnte oft geneigt sein, wie dies in den letzten Jahren nicht selten versucht worden ist, Anlehnung an vergleichend physiologische Tatsachen zu suchen. Dies erscheint um so verstndlicher, als ja in den letzten 11/ Jahr 2 z~hnten so Vorbildliches von R. Magnus, A~ de Kleyn und deren Schule g(;lleistet worden ist. Mir scheint aber, dass eine solche Anlehnung nur mit Vorbehalt und usserster Vorsicht geschehen darf. Beim Menschen ist das Labyrinth nicht nur ein Reflexorgan, sondern auch ein Sinnesorgan im wahrsten Sinne des Wortes, d. h. ein Rezeptions~rgan fr Sinnes-Empfindungen 1. Reflexe und Empfindungen sind nun beim Menschen zumeist ganz innig miteinander verknpft, so dass eine Einwirkung beider aufeinander oft nicht nur nicht ausgeschlossen werden darf, sondern sogar wahrscheinlich ist. Gerade aber die “Empfindungen” werden uns bei den Tieren ein wohl immer ver schlossenes, dunkles Gebiet bleiben. Ausserdem aber ist die Organisation des ganzen Zentralnervensystems beim Men~chen speziell infolge der ber wiegenden Entwicklung des Grosshirnes eine von den Tieren so grund verschiedene, dass es wohl kaum angeht, einfache Parallelschlsse zuziehen. Es ist gewiss nicht anzunehmen, dass einzelne’ Teile des Zentralnervensystems in der stammesgeschichtlichen Entwicklungsreihe in ihrer prinzipiellen Funktion vllig umgestellt worden sind. Sicherlich ist ‘aber ihre Wertigkeit sehr stark verschieden und das will wohl viel bedeuten; darin liegt meines Erachtens gerade der Hauptunterschied. Der Vestibularapparat als Sinnesorgan.- I. Allgemeines.- II. Bewegungsempfindungen, sog. “Vektionen”.- A. Bewegungsempfindungen bei und nach Drehbewegungen.- B. Bewegungsempfindungen bei und nach Progressivbewegungen.- C. Bewegungsempfindungen bei und nach inadquater Heizung (Kalorisation, Galvanisation) des Vestibularapparates.- III. Beeinflussung und Modifikation der labyrinthren Bewegungsempfindungen durch die Einwirkung anderer hinzutretender Sinnesreize; der sog. “Augenschwindel”, “Tastschwindel” und dergl.- A. Die Bewegungsempfindungen bei gleichzeitiger Einwirkung von Schallreizen.- B. Die Bewegungsempfindungen bei gleichzeitigen optischen Eindrcken.- C. Der sog. “Tastschwindel”.- IV. Lageempfindungen.- A. Untersuchung der Lageempfindungen mit den vier Hauptmethoden.- 1. Die Schtzungsmethode von Delage.- 2. Untersuchung der Lageempfindungen mit Hilfe der haptokinsthetischen Lokalisation.- 3. Die absolute optische Lokalisation der scheinbaren Vertikalen.- 4. Die Fliegerprfungsmethode mit dem “Neigungsstuhle” und verwandten Einrichtungen.- B. Die Lageempfindungen bei Einwirkung der Zentrifugalkraft.- C. Die Genese der Lageempfindungen.- Der Vestibularapparat als Reflexorgan.- I. Reflexe der Lage oder Haltung.- A. Tonische Labyrinthreflexe.- 1. Auf Kopf, Stamm und Extremitten.- 2. Auf die Augen, die sog. kompensatorischen Augenstellungen.- 3. Der Zusammenhang der Lagereflexe mit den Vestibularapparaten.- 4. Anhang.- B. Induzierte Tonusnderungen, tonische Halsreflexe usw.- 1. Auf Kopf, Stamm und Extremitten.- 2. Auf die Augen.- II. Dynamische Reflexe; Bewegungsreflexe.- A. Drehreflexe.- 1. Auf Kopf, Stamm und Extremitten.- a) Die “vestibulren” Krperreflexe.- b) Die “Fallreaktion”.- c) Die “vestibulre Abweichreaktion” und der “Zeigeversuch”.- d) Die Ruckreflexe.- 2. Auf die Augen; Nystagmus.- B. Reflexe bei Progressivbewegungen.- 1. Auf Kopf, Stamm und Extremitten.- 2. Auf die Augen.- III. Reflexe bei inadquater Beeinflussung der Vestibularapparate (Galvanisation und Kalorisation).- A. Kalorisation.- 1. Einseitige Kalorisation.- a) Reflexe auf Kopf, Stamm und Extremitten.- b) Reflexe auf die Augen.- 2. Doppelseitige Kalorisation.- quale Doppelsplungen.- a) Reflexe auf Kopf, Stamm und Extremitten.- b) Reflexe auf die Augen.- Inquale Doppelsplungen.- 3. Die Grundlagen der durch Temperatureinwirkung im Innenohre ausgelsten physikalischen Vorgnge.- 4. Zur Theorie der kalorisch ausgelsten Erscheinungen.- B. Galvanisation.- a) Reflexe auf Kopf, Stamm und Extremitten.- b) Reflexe auf die Augen.- c) Zur Theorie der galvanischen Reflexe.- IV. Vegetative Auswirkungen des Vestibularapparates.- Andersartige, nicht vestibulre Einwirkungen auf die Gleichgewichtsregulierung.- I. Optisch ausgelste Reflexe.- 1. Auf Kopf, Stamm und Extremitten.- 2. Auf die Augen.- II. Einflsse sensibler Hautreize auf die Krperhaltung.- Die nervsen Zentren der Gleichgewichtsregulierung.- Schlussworte.




