Description

Das Dogma der fehlenden Waffengleichheit im Arzthaftungsprozess begrndet die Rechtsprechung mit einem gegebenen Wissensgeflle zwischen den Parteien. Die Autoren dieses Bandes beleuchten Voraussetzungen und Folgen dieser Annahme und gehen der Frage nach, ob die eingefhrten Verfahrensmodifikationen Chancengleichheit zwischen den Parteien tatschlich herstellen oder der Ergnzung bedrfen. Die Verfasser thematisieren die Mitwirkungsrechte und -pflichten der Beteiligten und die Neutralitt des medizinischen Sachverstndigen. Den deutschen Arzthaftungsprozess kennzeichnet das Alles-oder-Nichts-Prinzip, was leicht zu unbilligen Ergebnissen fhren kann. Um so mehr ist in den letzten Jahren die Notwendigkeit erkannt worden, Waffengleichheit im Sinne von Chancengleichheit zwischen Arzt und Patient auch im auergerichtlichen Bereich zu institutionalisieren. Dem widmen sich die Praxisberichte im zweiten Teil des Buches. Die “vorgegebene Ungleichheit” der Parteien in der Arzthaftung – Einfhrung in die Thematik -.- Tatsachenermittlung im Arzthaftungsprozess.- Das System der Beweiserleichterungen im Arzthaftungsprozess.- Diskussion.- Die Mitwirkungsrechte und -pflichten der Beteiligten (wechselseitige Auskunftsrechte).- Das Alles oder Nichts-Prinzip im Arzthaftungsrecht – Quotenhaftung.- Die Neutralitt des Sachverstndigen.- Diskussion.- Institutionalisierung von Chancengleichheit bei den Gutachter- und Schlichtungsstellen und Patientenberatungsstellen der Heilberufe.- Verbraucher- und Patientenberatung nach 65 SGB V.- Erfahrungen und Perspektiven des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen bei der Untersttzung gesetzlich Versicherter bei Verdacht auf Heilbehandlungsfehler.- Entwicklungstendenzen der Patientenrechte in Deutschland.- Diskussion.

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